Vorderachse - Porsche Traktoren

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Vorderachse

Eine angetriebene Lenkachse ist meist einem grösseren Verschleiss unterzogen als eine normale Lenkachse. So auch die Achse meines Eron. Ausbau ist einfach, 4 Schrauben lösen, Lenkgestänge abbauen und Achse herausziehen. Kardanwelle muss auseinandergezogen werden, kein Flansch zum Abschrauben, Mutter vom Gabelflansch kann im eingebauten Zustand auch nicht gelöst werden.
Radnaben demontiert, Lager hatten noch Fett drin, jedoch schon lange kein frisches mehr gesehen. Achsschenkelbolzen herausgezogen und Achsschenkel demontiert. Lagerungen der Achsschenkelbolzen zeigten Verschleiss, Stahlbüchsen und Stahlbolzen, sind damals verbaut worden, um Schläge von den Rädern besser zu bewältigen. Neu habe ich alles mit Bronze Büchsen bestücken lassen. Antriebswellen waren jedoch in einem sehr schlechten Zustand. Eine Welle war sehr stark eingelaufen, Lagerbüchse war gebrochen und bereits herausgefallen. Welle lief bereits auf dem Achskörper und zeigte daher tiefe Riefen in der Lauffläche. Kreuzgelenk war komplett ausgelaufen, Nadellager hatten eben keine Nadeln mehr drin. Dies war vermutlich auch die Ursache für die defekte Wellenlagerung. An beiden Wellen mussten die Kreuzgelenke ersetzt werden. Wellenlager musste aufgeschweisst und neu auf Mass geschliffen werden, nicht ganz günstig……
Achsgehäuse musste ich neue Bronze Büchsen für Wellen und Achsschenkel angefertigt und eingepasst werden, diese Arbeiten musste ich bei Schumacher + Burkhardt in Chur machen lassen da ich selbst keine Möglichkeit hatte, dies zu erledigen.
Um Differential auszubauen muss erst die Wippenlagerung demontiert werden und dann das Differential lösen, 90 Grad drehen, um es herauszuheben. Differential hatte an der Eingangswelle (Pignion) sehr viel Spiel, Lager defekt, viel auseinander beim Ausbauen. Alle Lager des Differentials und der Radnaben mussten erneuert werden. Dies war jedoch nicht einfach, ein Lager des Differentials gibt es nicht mehr zu kaufen, diese Masse werden nicht mehr hergestellt. Erst glaubten wir ein solches Lager in USA gefunden zu haben, erwiess sich aber als Rohrkrepierer, bekamen keine Antwort oder Lieferung. Musste die Welle auf ein kleineres Mass schleifen lassen und im Lagergehäuse eine Büchse anfertigen lassen damit ein handelsübliches Lager eingebaut werden konnte. Sicherungsmutter an Pignion musste ich neu anfertigen, M20 x 1.5 mit Bund gibt es nicht zu kaufen.
Zusammenbau und Einstellungen waren dann eine leichte Aufgabe im Gegensatz zu den bereits bewältigten Herausforderungen.
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